Verbraucherschützer gegen Bank

Verbraucherschützer gegen Bank

Verbraucherschützer gegen Bank

Plötzlich gekündigte Kredite, zum Schleuderpreis verwertete Sicherheiten und deutlich überhöhte Zinsanpassungen – viele Kunden von Banken und Versicherungen kennen diese Probleme.
Die Existenz kann schnell gefährdet werden, wenn dann auch noch eine Zwangsversteigerung droht. Man sollte vermuten, dass Banken es mit Recht und Gesetz besonders genau nehmen, aber das
Gegenteil ist oft der Fall. Des Öfteren sind Kreditkündigungen und Zinsanpassungen rechtlich fehlerhaft. Beispielsweise werden Gebühren berechnet, die nach Rechtslage nicht erhoben werden dürfen. Betroffene Kunden nehmen ihr Rechte oft aus verschiedensten Gründen nicht wahr, obwohl ihnen meist einfach nur das Know-how oder Durchsetzungsvermögen fehlt.

Hier springen Verbraucherschützer ein, denn gewöhnliche Verbraucher können häufig nicht nachvollziehen, wieso Zinsen verändert oder Kredite gekündigt werden. Beispielsweise hat die Verbraucherzentrale NRW drei Banken wegen der von ihnen verwendeten Zinsklauseln bei Dispokrediten abgemahnt. Auf die daraufhin folgende Ablehnung von zwei der drei Banken, reagierte die Verbraucherzentrale mit einer Klage und hatte bei allen beiden Erfolg. Die Verbraucherschützer beriefen sich auf ein älteres Urteil des Bundesgerichtshofs, bei dem ein einseitiges Preisbestimmungsrecht und die Festlegung der Dispozinsen als unzulässig erklärt wurden.

Nicht umsonst, denn ein dauerhaft überzogenes Konto mit hohen Dispozinsen kann für den Verbraucher eine Schuldenfalle werden. Das Landgericht Dortmund und Düsseldorf, sowie das Oberlandesgericht Düsseldorf bestätigen die Rechtsauffassung der Verbraucherzentrale.

Die Geldinstitute wurden daraufhin von der Verbraucherzentrale aufgefordert die richterliche Rechtsprechung umzusetzen. Die Zinsen sollen fest an das 3-Monats-Euribor gebunden werden, denn zu diesem Zinssatz leihen sich Sparkassen und Banken auch untereinander Geld. Die Refinanzierungskosten der Banken sollen so widergespiegelt werden. Außerdem fordert die Verbraucherzentrale, dass die Zinsen für Dispokredite und Kontoüberziehungen transparenter und deutlich gesenkt werden sollen.

Keine Kommentare mehr möglich.